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Museumsdorf Baruther Glashütte
Museumsverein Glashütte e.V.
Hüttenweg 20, 15837 Baruth Glashütte
Tel. 033704/9809-0
Fax 033704/980922,
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Wohnen und Arbeiten

Ausschreibungen zur Vergabe von Erbbaupachtverträgen für Grundstücke im Museumsdorf Glashütte

Objekt Nr. 1 – Eingeschossiges Mehrfamilienhaus mit Nebengelass am Hüttenweg 6

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 75
Größe: 7.375 m²
Zustand: Sanierungsbedürftig
Nutzfläche: 217 m² - davon sind 165 m² vermietet
Verkehrswert: 70.000 Tsd. Euro
Erbbauzins: 4 – 5%
Jahrespacht: 2.800 – 3.600 Euro

Objekt Nr. 2 – Wohn- und Geschäftshaus (Hegemeisterhaus)

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 64
Größe: 1.362 m²
Zustand: Sanierung der Außenhülle ist abgeschlossen, Innenausbau muss
übernommen werden
Nutzfläche: Bruttogrundfläche rund 512 m²
Verkehrswert: 210.000 Tsd. Euro
Erbbauzins: 4 – 6%
Jahrespacht: 8.400 – 12.600 Euro

Objekt Nr. 3 - Eingeschossiges Mehrfamilienhaus mit Nebengelass, Hüttenweg 15

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 66
Größe: 1.432 m²
Zustand: sanierungsbedürftig
Nutzfläche: Bruttogrundfläche 250 m²
Verkehrswert: wird gegenwärtig erarbeitet
Erbbauzins: 4 – 6%

Objekt Nr. 4 - Zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit Nebengelass am Hüttenweg 5

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 74
Größe: 2.415 m²
Zustand: Teilsaniert
Nutzfläche:165 m²
Verkehrswert:115.000 Tsd. Euro
Erbbauzins: 4% bei Wohnnutzung
Jahrespacht: 4.600 Euro

Schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte an den Landkreis Teltow-Fläming, Bauamt, Am Nuthefließ 2, 14943 Luckenwalde.

Besichtigungen können unter der Verbindung 03371/6084531 (Herr Heinrich) oder 03371/6084521 (Frau Dittwald) vereinbart werden.

Bevorzugt werden Bewerberinnen und Bewerber, die touristisch attraktive Gewerbe anbieten und den heutigen Bestand des Museumsdorfes ergänzen.
Dies könnten anschauliche Produktionsstätten und Formen der Direktvermarktung sein.

Burger-Ausstellung


Rettung eines gläserenen Wunderwerks

Reinhold Burger, 1866-1954, zum 150sten. Noch bis zum 28.3.2016 ist eine Gedenkausstellung über den Erfinder der Thermosflasche und Wegbereiter der seriellen Fertigung von Röntgenröhren zu sehen.

Eindrücke der Gedenktagung am 17.1.2016 finden sich auf den Seiten der Märkischen Allgemeinen Zeitung und des Teltow-Kanal.

Vakuumpumpe ist das „Leitfossil“ der Burger-Ausstellung

»Ohne Moleküle kein Wärmetransport« - dieses physikalische Gesetz machte die Vakuumpumpe in der Glasbläserwerkstatt Reinhold Burgers zum unverzichtbaren Werkzeug. Die Rekonstruktion der museal wertvollen Pumpanlage leisteten am 16.4.2011 die Apparatebläser Norbert Zielinski und Cliff Janiszewki. Die Spezialisten arbeiten an der TU Berlin und dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Über Axel Burger, Enkel des berühmten Thermoserfinders, war der Museumsverein Mitglied im Verband Deutscher Glasbläser Mitglied geworden und konnte die Glasmechaniker aus Berlin und Potsdam für die Rettungsmaßnahme gewinnen. Es galt, maßgefertigte Halbschalen um Risse am komplizierten Rohrsystems des Saugaggregates anzulegen.

Die historische Nutzung kann im Museum jetzt wieder ungestört nachvollzogen werden:
Der Glasbläser schweißte die Isolierzylinder und Röntgen-
Apparate mit einem Handbrenner an das Glasrohrsystem
der Vakuumpumpe an. Die Evakuierung leisteten eine Drehschieberkolbenpumpe (links hinten), eine Quecksilber-
siededampfpumpe (links Mitte) und eine so genannte
„Kühlfalle“ (links vorne). Ergab die Kontrolle des Drucks
mittels Hochfrequenzvakuumprüfer (Vitrine)
und Vakuoskop (Glasbirne am Rohrsystem) ein Maß
von ca. 0,00001 bar, konnte der Hohlkörper durch Erhitzen
des Kapillars wieder entfernt werden. Da Glas nicht
ausdampft, ist es ein geeignetes Material für Vakuumpumpen
und Isoliergefäße. Die minimale Anzahl von Molekülen im
Hohlraum behindert den Wärmetransport: Das Isoliergefäß
ist funktionstüchtig.

Im ehemaligen Schleifereigebäude finden Sie unsere Ausstellung über den Erfinder Reinhold Burger. Dieser hat zwar später in Berlin gewirkt, ist aber in Glashütte geboren und aufgewachsen. Er ging hier zur Schule und hat ein Jahr lang den Beruf des Glaseinträgers ausgeübt, bevor er seine eigene Karriere begann. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Glas bei seinen Konstruktionen ein wesentlicher Bestandteil ist. Viele Exponate demonstrieren seine bekannteste Erfindung: Die Thermoskanne. Das Geheimnis ihrer Funktionsweise, das Vakuum, veranschaulicht eine Pumpe, an der Besucher selbst ausprobieren können, welchen Einfluss es auf Gegenstände und auch Geräusche nimmt. Wegen mangelnder Geschäftstüchtigkeit wurde Burger aber nicht reich. Deswegen hat er andere Mittel und Wege gefunden, Geld zu verdienen und war auch mit seiner Firma am Bau der ersten Röntgenröhren beteiligt.