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Museumsdorf Baruther Glashütte
Museumsverein Glashütte e.V.
Hüttenweg 20, 15837 Baruth Glashütte
Tel. 033704/9809-0
Fax 033704/980922,
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Wohnen und Arbeiten

Ausschreibungen zur Vergabe von Erbbaupachtverträgen für Grundstücke im Museumsdorf Glashütte

Objekt Nr. 1 – Eingeschossiges Mehrfamilienhaus mit Nebengelass am Hüttenweg 6

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 75
Größe: 7.375 m²
Zustand: Sanierungsbedürftig
Nutzfläche: 217 m² - davon sind 165 m² vermietet
Verkehrswert: 70.000 Tsd. Euro
Erbbauzins: 4 – 5%
Jahrespacht: 2.800 – 3.600 Euro

Objekt Nr. 2 – Wohn- und Geschäftshaus (Hegemeisterhaus)

Lage: Gemarkung Klasdorf, Flur 11, Flurstück 64
Größe: 1.362 m²
Zustand: Sanierung der Außenhülle ist abgeschlossen, Innenausbau muss
übernommen werden
Nutzfläche: Bruttogrundfläche rund 512 m²
Verkehrswert: 210.000 Tsd. Euro
Erbbauzins: 4 – 6%
Jahrespacht: 8.400 – 12.600 Euro

Schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte an den Landkreis Teltow-Fläming, Bauamt, Am Nuthefließ 2, 14943 Luckenwalde.

Besichtigungen können unter der Verbindung 03371/6084531 (Herr Heinrich) oder 03371/6084521 (Frau Dittwald) vereinbart werden.

Bevorzugt werden Bewerberinnen und Bewerber, die touristisch attraktive Gewerbe anbieten und den heutigen Bestand des Museumsdorfes ergänzen.
Dies könnten anschauliche Produktionsstätten und Formen der Direktvermarktung sein.

Tätigkeitsberichte

Tätigkeitsbericht 2004

Bericht über die Vereinstätigkeit im Jahr 2004

Am 7. Juni 1991 wurde der Verein Glashütte e.V. gegründet und erhielt vom Finanzamt Königs Wusterhausen den vorläufigen Bescheid über die Gemeinnützigkeit. Für den Zeitraum 1991 bis 2002 liegen die Abrechnungen und Geschäftsberichte vor. Mit Schreiben vom Juli 2002 wurde die Gemeinnützigkeit rückwirkend für die letzten Jahre noch einmal bestätigt und für 3 Jahre im Voraus erklärt, weil die tatsächliche Geschäftstätigkeit des Vereins Glashütte e.V. mit der Satzung übereinstimmt.

An dieser Stelle soll eine Schilderung der Geschäftstätigkeit des Vereins Glashütte e.V. gegeben werden, die nachzuweisen hat, dass sich der Verein Glashütte e.V. an die gemeinnützigen Ziele seiner Satzung (§ 2) hält, was die Gemeinnützigkeit rechtfertigt.

Der Verein Glashütte e.V. hat die für das Jahr 2004 fällige Mitgliederversammlung am 23.01.2004 durchgeführt. Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt (Protokoll s. Anlage). Es wurden die entsprechenden Finanz- und Geschäftsberichte für das Jahr 2002 (Bilanz) und 2003 (Geschäftsbericht) gegeben, von der Mitgliederversammlung angenommen und der Vorstand entlastet.

Der Verein Glashütte e.V. beantragte gemäß den Zielen und Zwecken des Vereins auch im Jahr 2004 Fördermittel bei verschiedenen Behörden und Institutionen. Nachweislich der Zahlen des Finanzberichtes und der Buchführung wurden Fördermittel gewährt, verwendet und abgerechnet. Dabei ist festzustellen, dass es sich bei diesen Fördermittel i.d.R. um zweckgebundene Fördermittel handelte, die gemäß den geltenden Förderrichtlinien zu verwenden waren.

Der Verein Glashütte e.V. vereinnahmte zusätzlich Geldspenden, Sachspenden und Mitgliedsbeiträge (Spendenliste s. Anlage). Diese und sonstige Einnahmen aus Aktivitäten flossen unmittelbar dem Vereinszweck zu. Mitglieder des Vereins erhielten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen. Für die Mitglieder des Vorstandes gab es keine Zuwendungen oder sonstige Auslagenerstattung. Der Verein Glashütte e.V. führte alle Einnahmen dem Zweck zu. Rücklagen als solche bestanden nicht und konnten auch nicht gebildet werden. Ggf. zeitweilige höhere Kassenbestände zum Jahresanfang oder zum Jahresende waren keine Rücklagen, sondern übertragene Mittel aus laufenden Maßnahmen, die in der Folgezeit verwendet werden mussten und die weder tatsächlich noch vermeintlich Rücklagen im Sinne des Finanz- oder Steuerrechts waren.

Der Verein Glashütte e.V. führte einige AB-Maßnahmen (s.u.) durch, welche gemäß den Satzungszielen des Vereins und den stringenten Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit ausgerichtet waren. Allein die große Anzahl und Dichte der aufeinander folgenden Maßnahmen ist Indiz dafür, dass die Bundesanstalt keine Beanstandungen bei den Maßnahmen fand. Dies kann schon als Hinweis auf die ordnungsgemäße Arbeit des Vereins gewertet werden, da die Bundesanstalt für Arbeit sehr genau evaluiert, während des Verlaufs die Maßnahmen prüft und auf eine genaue Abrechnung achtet.

Für die Transparenz und die spätere Nachvollziehbarkeit sollen hier speziell die Aktivitäten aus dem Jahr 2004 detailliert dargestellt werden.

1. Im Januar wurde der Keller des Haus des Gastes, Haus B, als Archivraum und Depot begonnen einzuräumen. Es wurden sukzessive die über den Ort verstreut liegenden Depots aufgelöst und dort zusammengeführt, im Sinne eines Zentralarchivs.

2. Im Januar wurde die neue biologische Kläranlage am Dorfgraben, gegenüber der Alten Schule, in Betrieb genommen.

3. Zum 1. Januar hat die Museumsherberge die Alte Schule in Regie und ihre Verantwortung übernommen und begann mit Umbauten an der Alten Schule und am Hüttenweg 11, die notwendig waren, um das leicht geänderte Betriebskonzept umzusetzen. In den Hüttenweg 11 wurden Abwasser und Erdgas gelegt und Wohnungen wurden modernisiert und umgebaut.

4. Am 23. Januar wurde die Jahreshauptversammlung durchgeführt (s. Anlage Protokoll).

5. Am 21. Januar fand die erste Sitzung des Kuratoriums der Heimatstiftung Museumsdorf Glashütte statt. Das Kuratorium konstituierte sich und der Vorstand wurde bestellt und erhielt seine ersten Arbeitsaufträge.

6. Am 20. März wurden die Parkplatzautomaten durch Vandalen beschmiert. Es wurde Anzeige erstattet, es gab auch Tatverdächtige, aber der Fall konnte letztlich nicht aufgeklärt werden.

7. 20.-22. März: Starke Frühjahrsstürme sorgten für Schäden an Dächern; einige Bäume wurden entwurzelt, Gott sei Dank kam kein Mensch zu Schaden, auch die Sachschäden hielten sich in Grenzen.

8. Am 1. April siedelte sich der Schmied, Herr Steinfurt, aus Güterfelde, bei uns in Glashütte an. Er zog in die Wohnung Hüttenweg 6 ein und sanierte sie sehr liebevoll. Er übernahm auch die Schmiede, um dort zu arbeiten und den Besuchern ein neues Angebot zu machen.

9. Am 28. März wurde der 1. Glashütte-Lauf durchgeführt, eine Sportveranstaltung, die an die historischen Wurzeln des Sports in Glashütte anknüpfen soll und dem Museumsdorf Baruther Glashütte zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit, aber auch Zielgruppen erschließen soll. Die Idee geht zurück auf Dr. Georg Goes, den neuen Museumsleiter, der sportlich sehr interessiert und selber Langstreckenläufer ist. Der Verein Glashütte e.V. wurde von vielen Leuten in Glashütte unterstützt, aber auch vom Kreissportbund und zahlreichen anderen Personen und Institutionen.

10. Vom 20. bis 29. April hatte das Museumsdorf Baruther Glashütte die Möglichkeit, sich in der Landesvertretung Brandenburgs beim Bund, in den Ministergärten, mit einer Sonderausstellung zu präsentieren. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien nahmen daran teil. Höhepunkt war der festliche Empfang mit dem Grußwort des Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium, Herrn Dr. Vogel.

11. Vom 26. bis zum 30. April präsentierten sich der Verein Glashütte e.V. und das Museumsdorf Baruther Glashütte im Südring-Center Rangsdorf/Groß Machnow. Das Center-Management gab dem Verein Glashütte e.V. und anderen kulturellen und sozialen Initiativen die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum vorzustellen. An der Umsetzung beteiligten sich sehr viele Glashüttner Bürger und Gewerbetreibende; eine erfolgreiche Gemeinschaftsaktion.

12. Am 3. Mai besuchte die SPD-Landtagsfraktion aus Niedersachsen das Museumsdorf Baruther Glashütte und verbrachte dort einen Nachmittag und Abend. Die Gäste waren beeindruckt von der Aufbauleistung, der Freundlichkeit und dem hohen Dienstleistungsniveau und versprachen, die Kunde nach Niedersachsen zu tragen.

13. Die Fa. Erdtrans aus Zossen unterstütze am 5. Mai den Verein Glashütte e.V. und baute mit schwerer Technik die Erdwälle am Waldparkplatz Ost (Klasdorf) ab, die der Verein Glashütte e.V. dort aus Brandschutzgründen errichtet hatte, die die Forst aber so nicht wollte. Die Erde wurde auf den Waldparkplatz West geschafft und dort aus Brandschutz-Wall aufgeschüttet.

14. Vom 4. bis 17. Mai präsentierte sich das Museumsdorf Baruther Glashütte auf dem Flugplatz Schönhagen. Auch hier wieder eine Gemeinschaftsaktion von Verein Glashütte e.V., Gewerbetreibenden und Einwohnern, um Glashütte überregional bekannt zu machen.

15. Am 8. und 9. Mai wurde das 13. Glashüttenfest gefeiert. Ehrengast war Ministerpräsident Matthias Platzeck, der gemeinsam mit den Vertretern von Vodafone/D2 den D2-Funknetzanschluss für Glashütte in Betrieb nahm. Hiermit wurde ein großes Ärgernis, nämlich das „Funkloch“ in Glashütte, wenigstens von einem der großen Anbieter „zugeschüttet“. Das Fest zog zahlreiche Besucher an und war wie immer ein Höhepunkt im Jahresplan. Horst Gebauer wurde als verdienter Freund und Förderer des Museumsdorf Baruther Glashütte mit einer Urkunde ausgezeichnet.

16. Am 31. Mai, Pfingstmontag, fand – schon Tradition geworden – der Freilichtgottesdienst auf dem Dorfanger statt. Auch hier wieder Dr. Georg Goes als treibende Kraft und Motor.

17. Ende Mai schied Patrick Damm als Glasmacher aus der Glasmanufaktur Glashütte GmbH aus. Herr Steger arbeitete allein am Ofen weiter. Die Ursachen und Hintergründe sind nicht bekannt. Es war aber keine Trennung in Frieden und Freundschaft. Da es sich um ein privates Unternehmen ohne Beteiligung des Vereins handelt, haben wir nicht weiter nachgefragt und nachgesetzt.

18. 5./6. Juni: Der Bio-Badeteich wurde bepflanzt, und innerhalb weniger Tage wurde das Wasser im Badeteich glasklar. Die Gesundheitsbehörden, die das Wasser im Laufe des Jahres kontrollierten, stellten fest, dass es das sauberste Wasser im ganzen Landkreis Teltow-Fläming war. Der Bio-Badeteich funktioniert: ohne Chlor und Chemie sauberes, reines Badewasser mit Sichttiefe bis zum Grund. Der Stechlin-See lässt grüßen.

19. Am 20. Juni wurde das Fest des Liedes durchgeführt.

20. Im Juni war der Glasmachermeister Herr Steger mehrere Wochen im Urlaub, so dass keine Schauglasproduktion vorgeführt wurde. Herr Rentsch bemühte sich, in der Hütte Ersatz zu schaffen. Hier zeigt sich, wie schwierig es ist, mit einem Glasmacher allein die Schauglasproduktion zu betreiben.

21. Am 22. Juni musste Frau Hönemann, die vor 2 Jahren im Haus des Gastes, Haus B, ihren Laden eröffnet hatte, aus höheren Gründen (ILB) dort ausziehen. Sie hatte es leider nicht geschafft, sich in diesen 2 Jahren ein eigenes Domizil zu schaffen, was zum Teil am Willen, zum Teil auch am Vermögen lag. Für ein neues Auto allerdings hatte es gereicht. Deshalb stellte der Verein übergangsweise den Gemeinschaftsraum zur Verfügung, weil wir Frau Hönemann und ihr Angebot an die Kunden nicht verlieren wollten. Aber es gab und gibt Spannungen; und darüber wurde auch beim Runden Tisch gesprochen.

22. Auch Familie Strey-Froom musste mit ihrem Antiquitätenhaus aus dem Haus des Gastes, Haus B, ausziehen. Sie zogen in die untere Giebelwohnung des Hauses Hüttenweg 2 und sanierten diese Räumlichkeiten sehr liebevoll und aufwendig.

23. Am 27. Juni war Glashütte im Rahmen des bundesweiten „Tages der Architektur“ ein Standort, insbesondere die Alte Hütte wurde als Projekt geöffnet und vorgeführt.

24. Am 1. Juli wurden die Werbetafeln an den Waldparkplätzen in Glashütte mit Stützen versehen, dadurch konnten die Tafeln jetzt endlich mit Planen und Tafeln bestückt werden und ihren Werbeauftrag für das Museumsdorf Baruther Glashütte und seine Angebote erfüllen. Die Werbetafeln werden auch temporär oder dauerhaft für touristische Angebote der Region (wie Herrn Banisch oder den Reiterhof Giloy aus Klein-Ziescht) zur Verfügung gestellt. Wir Tourismusanbieter müssen zusammenhalten, und wir unterstützen uns auch gegenseitig sehr gut.

25. Fam. Klose übernahm die Hälfte von Hüttenweg 4 und begann bereits mit Sanierungsarbeiten, genau wie Familie Fiedler/Nicolaus.

26. Die Fa. „Natürlich“ aus Glashütte übernahm die Reinigung der Rad- und Skaterwege und die Pflege der öffentlichen Anlagen im Museumsdorf Baruther Glashütte.

27. Am 22. Juli sendete der RBB live seine Sendung „ZIBB“ aus Glashütte. Dazu waren bereits am 19. Juli Aufnahmen in Glashütte gemacht worden. Alle in Glashütte zogen mit und bemühten sich, zu dem Programm ihr Scherflein beizutragen, denn es ist auch eine große Ehre und Chance, im RBB eine Livesendung zu bekommen. Die Resonanz an den Tagen und Wochen danach war sehr groß. Der Aufwand hat sich gelohnt, und alle waren sehr stolz auf die gebrachte Leistung.

28. Am 25. Juli wurde, schon fast traditionell, das Indianderfest „Pow-Wow“ von Sabine Reichert und Freunden durchgeführt, mit Bogenschießen, Tanz, Geschichten und Spielen.

29. Am 26. Juli, um 13:12 Uhr, wurde endlich die 20 kV-Freileitung von Klasdorf nach Glashütte außer Betrieb genommen und eine neue, unterirdische Energie-Erdtrasse von Klasdorf über Glashütte nach Dornswalde durch die Edis in Betrieb genommen. Dadurch wurde ein jahrelanges Ärgernis und Gefahrenpotenzial der Freileitung mit ihrer Störanfälligkeit bei Schnee und Eis beseitigt. Das jahrelange Hinwirken des Vereins Glashütte e.V. hatte endlich Erfolg. Dank auch an Edis.

30. Am 29. Juli wurden die Behindertenparkplätze in Glashütte, die direkt im Ort neu geschaffen wurden, betoniert. Bisher mussten Behinderte auf dem Hilfsparkplatz am Kohleplatz parken. Das war weder schön noch geeignet. Deshalb mussten neue Behindertenparkplätze geschaffen werden. Die Parkplätze wurden ordentlich ausgeschildert, auf den Straßen die Hinweisschilder durch ein Sponsoring der Fa. Strapark angebraucht.

31. Am 2. August zogen die FÖJ-ler in die leer gewordene Kartheus-Wohnung, Hüttenweg 1, ein.

32. Am 4. August wurde mit dem Bau des Steinspielplatzes begonnen. Eine 20 x 40 m Große Fläche wurde ausgehoben und später mit 400 Tonnen feinem, weichen Spielsand gefüllt.

33. Am 15. August wurde das große Kinder- und Familienfest mit einem sehr umfassenden und interessanten Kulturprogramm veranstaltet. Ehrengast war die Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, die das Fest mit einer Rede eröffnete und einen Rundgang machte.

34. Am 16. August wurde im Dachgeschoss der Neuen Hütte mit dem Aufbau einer neuen Ausstellung „Lichtblicke“ begonnen. Ein lachendes und ein weinendes Auge war bei vielen zu verzeichnen, denn die „gute, alte Ausstellung“ Glashüttner Geschichten wurde abgebaut und ins Archiv geschafft. Aber etwas Neues, sehr Interessantes war im Entstehen.

35. Im Zeitraum 26. August bis 6. September wurde begonnen, vor der Alten Hütte die alten, provisorischen Holzstege abzureißen und einem neuen, dem Denkmal angepassten Pflasterweg zu ersetzen.

36. Fam. Reuner führte am 28. August eine große Kulturveranstaltung in der Alten Hütte durch.

37. Ende August verließ Frau Poulsen, Hüttenweg 15, Glashütte, weil sie unbedingt noch studieren wollte und dies in Dänemark besser konnte.

38. Am 1. September begannen zwei Jugendliche in Glashütte mit ihrem freiwilligen sozialen/ökologischen Jahr.

39. Am 4. und 5. September wurde zum 3. Mal der Töpfermarkt mit großem Erfolg und guter Resonanz veranstaltet.
Ein Blick in das Sortiment

40. In der Nacht vom 4. zum 5. September fand im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ im Landkreis Teltow-Fläming von 18:00 bis 01:00 Uhr ein umfangreiches Programm statt: Glasblasen, Märchenlesen, Büfett am Ofen, Museumsführung u.v.a.m. Ein Bus-Shuttle brachte die Besucher nach Glashütte und von dort zu anderen Standorten der „Langen Nacht“ in Teltow-Fläming.

41. Am 5. September spielt das Landesjugend-Akkordeonorchester in der Alten Hütte.

42. Vom 7. bis 12. September fand, schon traditionell, die Brandenburger Forstwoche statt. Glashütte war der offizielle Veranstaltungsort und Auftaktprogramm, und zahlreiche hochrangige Gäste, an der Spitze Land- und Forstwirtschaftsminister Wolfgang Birthler, eröffneten die Forstwoche. Besonders zu erwähnen sind die Förderer der Forstwoche von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die sich sehr engagierten und für zahlreiche Höhepunkte der Veranstaltung sorgten.

43. Am 12. September fand das 1. Filz- und Spinnfest in Glashütte statt. Eine Aktivität von Frau Reichert.

44. 17. September: Feierliche Schlüsselübergabe an Fam. Klose. Der Verein Glashütte e.V. hatte das Haus Hüttenweg 4 vollständig geräumt. Alle Archivalien waren in unser neues Zentralarchiv verbracht worden.

45. 17. September: Die Pflanzenkläranlage hinter Hüttenweg 8 am Backofen wurde stillgelegt, Abwasserleitungen umgebaut und umgeklemmt. Das Abwasser wurde zur neuen Pflanzenkläranlage gegenüber der Alten Schule am Dorfgraben geleitet und dort gereinigt.

46. Am 30. September zeichnete das „Heimatjournal“ des RBB in Glashütte eine Sendung auf, die am 3. Oktober landesweit ausgestrahlt wurde.

47. Am 3. Oktober wurde im Ausstellungsraum in der Neuen Hütte die neue Ausstellung „Lichtblicke“ eröffnet. Darüber wurde auch landesweit in den Medien berichtet. Die Ausstellung ist ein großer Erfolg. Viele Glashüttner haben sich eingebracht, vom Kunsttischler Herrn Jelinek, über Dr. Georg Goes bis hin zu zahlreichen Freunden und Förderern.

48. Frau Roßbrei, eine langjährige Einwohnerin von Glashütte, verstarb. Ihre Wohnung im Hüttenweg 11 wurde von der Museumsherberge übernommen.

49. Am 8. Oktober unterstützte das Museumsdorf Baruther Glashütte die Stadt Zossen bei der Bewerbung für die Landesgartenschau durch einen Bauernmarkt auf dem Burg-Gelände in Zossen.

50. Am 9. Oktober nahm der Verein Glashütte e.V. und das Museumsdorf Baruther Glashütte am Brandenburger Reisemarkt in der Friedrichstraße teil.

51. Am 9. Oktober kamen die „Pankgrafen“ nach Glashütte – von Herrn Reuner organisiert – und es gab ein riesiges Remmidemmi, die Zeitungen berichteten und alle hatten viel Spaß.

52. Am 22. Oktober wurden zwei große Werkstatt-Container angeliefert, die später die Werkstatt von Herrn Thies aufnehmen sollen, die jetzt noch in der Formstube ist, weil in die Formstube eine Museumsdruckerei einziehen soll.

53. 25. Oktober: Anbindung des Hüttengeländes an das überörtliche Wassernetz und Stilllegung der vereinseigenen Wasserpumpe. Damit wurde ein langjähriger Streit mit dem Gesundheitsamt über die Wasserqualität beendet.

54. Am 31. Oktober zog Familie Hönemann aus dem Hüttenweg 8 aus.

55. Am 1. November zog das junge Paar Frau Pander und Herr Lein in die ehemalige Hönemann-Wohnung im Hüttenweg 8 ein. Frau Pander ist Puppenspielerin, Künstlerin und möchte sich in Glashütte einbringen. Herr Lein macht Bühnenbilder, Plastiken und sonstige Gestaltung mit Farben und will ebenfalls in Glashütte seine Werkstatt aufbauen und eine touristische Attraktion anbieten.

56. Am 27. und 28. November (1. Advent) wurde wieder der traditionelle Weihnachtsmarkt durchgeführt – wie immer mit sehr großem Erfolg und vielen Besuchern und einer sehr guten Stimmung.

57. Ab 1. Dezember vermietete der Verein seinen Glasladen an die Glashütte Döbern und gewann damit einen neuen Geschäftspartner zur Erhöhung und Verbesserung der touristischen Qualität und Wirtschaftlichkeit. Ein Arbeitsplatz wird dadurch geschaffen.

58. 8. Dezember: „Einwohner-Café“ des Verein Glashütte e.V.

59. Ab dem 13. Dezember 2004 stehen dem Verein Glashütte einige „1-Euro-Job“-Mitarbeiter zur Verfügung, die mit dem Inventarisieren im neuen Zentraldepot begannen.

60. Am 20. Dezember begann das Abtempern des alten, theresienthaler Glasofens, weil sich die Schauglasproduktion mit diesem Glasofen aus Kostengründen nicht mehr vertreten ließ. In diesem Zusammenhang kam es zu einigen Irritationen mit dem Glasmachermeister, Herrn Steger, der am Ende dann aber doch mitzog und gemeinsam mit den Mitarbeitern den Glasofen sach- und fachgerecht abtemperte. Am 31. Dezember wurde das Gas abgedreht, der Glasofen war bei 300° C angekommen und fiel langsam kalt.

61. Am 22. Dezember, 18:00 Uhr, Großalarm: Bosdorfs Eiche brannte. Die Feuerwehren aus Klasdorf und Baruth rückten an. Es dauerte mehrere Stunden, den Brand zu löschen, die Eiche war innen hohl und völlig vermulcht. Der Mulch und das trockene Eichenholz brannten wie Zunder, die Feuerwehr hatte schon Mühe, in alle Winkel und Hohlräume hineinzukommen. Allgemeines Entsetzen über diese Freveltat. Man wird sehen, ob Bosdorfs Eiche überlebt.

62. Am 29. Dezember wurden 4 Erbbaurechtsverträge abgeschlossen:
a) Fam. Klose: Osthälfte Hüttenweg 4
b) Herr Nicolaus und Frau Fiedler: Westhälfte Hüttenweg 4
c) Frau Reichert: Westhälfte Hüttenweg 2
d) Fam. Maiwald: Osthälfte Hüttenweg 3.
Damit ist eines der großen Ziele des Vereins Glashütte e.V., der Privatisierung ein großes Stück näher gekommen. Der Verein Glashütte e.V. wird finanziell entlastet und musste sich auch um diese Objekte nicht mehr permanent kümmern. Außerdem wurden Investitionen von über 150.000 € in diese Häuser mit den Erbbauberechtigten vereinbart.

63. Am 31. Dezember heirateten Frau Pander und Herr Lein in Glashütte. Die erste Hochzeit in Glashütte seit vielen Jahrzehnten.

64. Zum 31. Dezember 2004 verließ Michael Bemm das Museumsdorf Baruther Glashütte. Er hatte es leider in den vergangenen Jahren nicht geschafft, seinen Traum vom Ziegenhof zu realisieren. Bedauerlicherweise gab es in diesem Zusammenhang Querelen und Auseinandersetzungen, wobei Herr Bemm versuchte, dem Verein Glashütte e.V. die Schuld in die Schuhe zu schieben, dass sein Ziegenhofprojekt nicht realisiert werden konnte. In Wahrheit lag es aber daran, dass Herr Bemm keine Investoren und keine Finanzen auftreiben bzw. bereitstellen konnte. Es kann nicht sein, dass der Verein Glashütte e.V. den Leuten ihre Traum-Investition hinstellt. Das ist nicht möglich. Aber das können manche Leute eben nicht einsehen.

65. Im Jahr 2004 tagte monatlich der Runde Tisch. Der Runde Tisch ist eine Einrichtung, in der sich der Verein Glashütte e.V. mit allen Gewerbetreibenden des Orts regelmäßig trifft und alle anstehenden Projekte, Probleme und Vorhaben bespricht. Der Runder Tisch wurde im Juni 2001 eingerichtet. Diese Einrichtung hat sich sehr bewährt. Zum einen, weil der Verein Glashütte e.V. von zahlreichen Aufgaben entlastet wird, die von Gewerbetreibenden o.a. übernommen werden, und zum anderen, weil die Kommunikationsfähigkeit insgesamt gestiegen ist und hier auch Bürgernähe und Hilfe zur Selbsthilfe organisiert wird. Der Runde Tisch hat wesentlich zur besseren Entwicklung in Glashütte beigetragen.

Fazit: Das Jahr 2004 schließt versöhnlich. Die Besucherzahlen steigen wieder. Die Waldparkplätze in Glashütte sind nicht mehr der Streitpunkt. Die Parkgebühren helfen dem Verein Glashütte e.V. zu überleben. Mit der Alten Schule wurde das letzte, richtig große Investitionsprojekt fertiggestellt. In den folgenden Jahren bleiben noch die Wohnhäuser und Nebengebäude, aber das sollen ja vor allem Privatinvestoren übernehmen.

Fazit: Es bleibt festzustellen, dass das Jahr 2004 wesentliche Fortschritte bei der Umsetzung der Vereinsziele brachte.

Christoph Schulze
Vorsitzender des Vereins Glashütte e.